Physalis, die Liebestaschen aus dem Marchfeld

Die Kapstachelbeere ist eine der wenigen Obstsorten, bei der sich der lateinische Name durchgesetzt hat, die Physalis. Je nach Ort ist sie im deutschsprachigen Raum auch bekannt als Andenbeere, Judenkirsche, Andenkirsche, Lampionblumen oder peruanische Blasenkirsche. Die Physalis ist Teil der Familie der Solanaceae oder Nachtschattengewächse, wie auch die Paradeiser und Erdäpfel.

Herkunft der Physalis

Wie der Name peruanische Blasenkirsche verrät, kommt sie aus Südamerika. Da diese Frucht in vielen Formen und Sorten dort bekannt ist, hat sie quer durch Lateinamerika unterschiedliche Namen. So heisst sie in Mexico frei übersetzt „Peru Kirsche“, in Peru nennen sie dann viele wieder die „Waldtomate“ am schönsten jedoch finden wir die Bezeichnung aus Chile „bolsa de amoroder Tasche der Liebe (mehr auf Wikipedia).

Phyalis, oder Andenbeere gezeichnet durch Mischa Skorecz

Die Andenbeere oder Physalis gezeichnet von Mischa Skorecz

Medizinischer Nutzen

Wie auch andere Mitglieder der Familie, zum Beispiel der Ribisel, hat die Physalis einen sehr hohen Anteil an antioxidativen Inhaltsstoffe, 12 verschiedene Vitamine und auch Eisen (siehe Apothekenrundschau). Damit unterstützt diese Heilpflanze angeblich die Widerstandskraft des Körpers, wirkt entzündungshemmend, fiebersenkend und harntreibend. Gicht lindernd sollte die Frucht auch sein. Die kräftigsten Inhaltsstoffe befinden sich in den giftigen Wurzeln, ebenso sind die anderen Pflanzenteile giftig. Daher solltest du nur die Beeren genießen.  Um die Wirkung als Heilpflanze auch nach der Ernte zu haben, haben Heilpraktiker früher eine Weißweintinktur hergestellt.  Dazu wurden 30 Gram Früchte pro Liter Weißwein eine Woche ziehen gelassen, die Früchte entfernt und die Tinktur abgefüllt. Ein tägliches Schnapsglas vor dem Frühstück sollte Blasen und Nierenleiden lindern. Für die nicht alkoholische Variante könntest du eine getrocknete Frucht im Teeglas 2 Mal kurz aufkochen lassen (mehr auf Gesundpedia). Da die meisten Sorten und Früchte giftig sind, solltest du den Konsum fremder Pflanzen meiden.

Die Physalis im Marchfeld

die Physalis Produzenten aus dem Marchfeld

Familie Fabian aus Andlersdorf

Der Familie Fabian aus Andlersdorf baut seit 2014 die Physalis an und sie sind mittlerweile echte Spezialisten. Die frischen Früchte sind auffällig groß und länger haltbar im Vergleich mit Importware aus dem Supermarkt. Auch viele verarbeitete Produkte kannst du bei Ihnen erhalten. Uns schmeckt besonders die Marmelade sehr gut!

Bestellen kannst du bis zum ersten Frost im Shop auf www.oegreissler.at.

Die größte Physalisbeere in 2018 war 18 gram schwer. Bild: Gerhard Fabian

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